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Poolbillard verstehen.
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Poolbillard: Spiele und Regeln.

8-Ball, 9-Ball, 10-Ball und 14.1 verstehen – mit Billardgeschichte und offiziellen Quellen.

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Poolbillard verbindet Technik, Taktik und Konzentration. Hier erklären wir die verbreiteten Disziplinen so, dass du am Tisch sofort beginnen kannst. Für Turniere gelten immer das aktuelle WPA-Regelwerk und die Ausschreibung des Veranstalters.

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Wie Billard zu Pool wurde

Billard entwickelte sich aus älteren europäischen Tischspielen. Aus den Varianten mit und ohne Taschen entstand im 19. Jahrhundert in Nordamerika das moderne Poolbillard. Der Begriff «Pool» bezeichnete ursprünglich einen gemeinsamen Wetteinsatz. Im Laufe der Zeit setzten sich eigene Disziplinen wie 8-Ball, 9-Ball und 14.1 endlos durch. Heute regelt die World Pool Association das internationale Wettkampfspiel.

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Ausrüstung und Grundprinzip

Ein Spielball, der weisse Ball, wird mit der Queuespitze gestossen. Er trifft die Objektbälle, die in die sechs Taschen des Tisches gespielt werden. Nur mit der Spitze des Queues wird die Weisse berührt. Vor dem Stoss müssen alle Bälle stillliegen; mindestens ein Fuss bleibt am Boden. Ein absichtliches Berühren oder Verschieben eines Balles mit Hand, Kleidung oder Queue ist ein Foul.

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8-Ball: Aufbau und Anstoss

Bei 8-Ball liegen fünfzehn Objektbälle im Dreieck, die schwarze 8 in der Mitte. Die eine Gruppe umfasst die vollen Bälle 1 bis 7, die andere die halben Bälle 9 bis 15. Der Anstoss beginnt mit der Weissen hinter der Kopflinie. Nach dem Anstoss ist der Tisch zunächst offen: Ein korrekt versenkter, angesagter Ball in einem späteren Stoss bestimmt die eigene Gruppe. Ein Ball beim Anstoss allein weist noch keine Gruppe zu. Die Details eines zulässigen Anstosses und der Umgang mit einer gefallenen 8 stehen im WPA-Regelwerk.

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8-Ball: Stoss, Foul und Sieg

Ist eine Gruppe bestimmt, muss die Weisse zuerst einen Ball dieser Gruppe treffen. Bei einem normalen Stoss wird der Zielball mit Tasche angesagt; offensichtliche Stösse brauchen keine umständliche Ansage. Wird kein Ball versenkt, muss nach dem ersten korrekten Kontakt wenigstens ein Ball eine Bande erreichen. Wer foult, gibt der anderen Person in der Regel Ball in Hand auf dem ganzen Tisch. Erst wenn alle eigenen Gruppenbälle weg sind, darf die 8 als Zielball gespielt werden. Wer sie korrekt in die angesagte Tasche versenkt, gewinnt. Wer die 8 zu früh, in eine falsche Tasche oder zusammen mit einem Foul versenkt, verliert das Rack.

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9-Ball: immer die niedrigste Nummer zuerst

Bei 9-Ball liegen die Bälle 1 bis 9 in einer Raute. Die Weisse muss zuerst den Ball mit der niedrigsten noch liegenden Nummer treffen. Danach darf durch eine Kombination auch ein anderer Ball fallen. Ein korrekt versenkter 9er beendet das Rack; nach einem Foul erhält die Gegenseite Ball in Hand. Direkt nach einem regelkonformen Anstoss ist ein angekündigter Push-out möglich: Für diesen einen Stoss gelten die üblichen Vorgaben zum ersten Ballkontakt und zur Bande nicht, anschliessend wählt die Gegenseite, wer weiterspielt. Für Wettkämpfe können zusätzliche Anstossregeln gelten.

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10-Ball: Präzision mit Ansage

10-Ball verwendet die Bälle 1 bis 10. Wie bei 9-Ball muss zuerst die kleinste noch vorhandene Nummer getroffen werden. Nach dem Anstoss werden Ball und Tasche angesagt; zufällig gefallene Bälle bringen normalerweise keinen fortgesetzten Zug. Die 10 gewinnt erst, wenn sie als letzter Objektball in die angesagte Tasche fällt. Eine früher gefallene 10 wird wieder aufgesetzt. Auch hier sind Push-out nach dem Anstoss, Fouls und Ball in Hand geregelt.

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14.1 endlos: Punkte statt Rackgewinn

Beim Straight Pool oder 14.1 endlos zählt jeder korrekt angesagte und versenkte Ball einen Punkt. Ball und Tasche werden angesagt. Wenn vierzehn Bälle gefallen sind, werden sie wieder zu einem Dreieck aufgebaut; der fünfzehnte bleibt liegen und dient häufig dazu, das neue Rack zu öffnen. Gespielt wird bis zu einer vereinbarten Punktzahl. Diese Disziplin belohnt Stellungsspiel und lange Serien.

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Hausregeln und Turnierregeln

Im Freizeitspiel werden Regeln manchmal vereinfacht, besonders beim Anstoss oder bei der Ansage. Klärt vor dem ersten Stoss, welche Disziplin und welches Regelwerk gelten. Für offizielle Wettkämpfe und seltene Situationen wie festliegende Bälle, Dreifachfoul oder Streit über den Ballkontakt ist die aktuelle Originalfassung der WPA massgeblich.